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Deutsche Meisterschaft in der Langdistanz in Nagold

Große Willensleistung: Anette Landsbek verteidigt ihren Titel als Deutsche Vize-Meisterin in Nagold

Am 15. und 16. August verwandelte sich die Region rund um Nagold in ein wahres Festival des Ausdauerdreikampfes. Insgesamt standen sieben verschiedene Rennen auf dem Plan, wobei die Langdistanz am 16. August das absolute Highlight der Veranstaltung darstellte. Auf der Ironman-Distanz von 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und einem abschließenden Marathonlauf kämpften zahlreiche ambitionierte Ausdauersportler um die begehrten Deutschen Meistertitel.

Mit am Start war auch Anette Landsbek, die für die SG Niederwangen ins Rennen ging. Für sie war es eine Rückkehr an bekannte Stätten, da sie bereits im Vorjahr in Nagold am Start war und sich dort den nationalen Erfolg gesichert hatte. Doch dieses Mal stand die Titelverteidigung unter keinem guten Stern: In der Wettkampfwoche hatte sie mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen. Dieser stellte den Start zwar kurzzeitig infrage, letztlich war die Teilnahme aber glücklicherweise doch möglich.

Pünktlich um 6:30 Uhr fiel der Startschuss im Wasser. Die 3,8 Kilometer lange Schwimmstreckeisierte Landsbek souverän in einer starken Zeit von 1:14 Stunden, was ihr eine hervorragende Basis für den weiteren Rennverlauf verschaffte.

Doch die Bedingungen wurden im Laufe des Tages immer anspruchsvoller: Die kühlen morgendlichen Temperaturen von etwa 18 Grad stiegen am Vormittag rasch an. Kurze Regenschauer sorgten zudem für eine extreme, drückende Schwüle. Diese Wetterkapriolen waren bereits auf der Radstrecke spürbar und machten die ohnehin harten Anstiege zu einer zusätzlichen Belastung. Hier machten sich auch die Nachwirkungen des Infekts bemerkbar: Eine durchgängige Verpflegung mit Gels war auf dem Rad und beim anschließenden Laufen schlicht unmöglich, da der Magen streikte.

Nach den 180 Kilometern auf dem Rad und rund 1.500 absolvierten Höhenmetern stieg Landsbek nach einer reinen Radzeit von 5:56 Stunden vom Sattel. Der anschließende Marathon verlangte ihr ohne die nötige Energiezufuhr alles ab, zumal die drückende Schwüle nun beim Laufen besonders extrem zu spüren war. Aufgrund des zunehmenden Energiemangels und der schweren Bedingungen konnte die eigentlich gewünschte Leistung nicht ganz abgerufen werden. Nach einer extrem harten kämpferischen Leistung und einer Gesamtzeit von 12:07 Stunden überquerte sie schließlich die Ziellinie. Mit diesem enormen Durchhaltevermögen belohnte sich Landsbek dennoch aufs Neue und feierte wie schon im Vorjahr den verdienten Deutschen Vize-Meistertitel in der Altersklasse AK50.


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