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Steffi und Fabian bei dem Challenge Roth

Steffi Wunderle und Fabian Rupp von der SG Niederwangen wagten sich am 06. Juli auf eine der weltbekanntesten Langdistanzen der Triathlon-Szene – dem Challenge Roth. Mit über 3500 Athleten, über 300.000 Zuschauern und der riesigen Triathlon Challenge Roth Expo ist es die größte Triathlon Langdistanz-Veranstaltung der Welt. 2025 wurde sie zum 41. Mal ausgetragen.  

Die atemberaubende Stimmung, die vielen Zuschauer, der Solarer Berg und die vielen anderen Hotspots auf der ganzen Strecke – all das verbinden die Triathleten mit der Challenge Roth. Die einzigartige Atmosphäre saugten auch Steffi und Fabian auf, als sie auf die 3,8km lange Schwimm-, 180km lange Rad- und 42,2km lange Laufstrecke gingen. 

Zuerst gab es in der Rennwoche allerdings eine schlechte Nachricht: Seit 41 Jahren gab es nur ein einziges Mal ein Neopren-Schwimm-Verbot, und nun sollte es dieses Jahr erneut so sein, was viele Athleten erst einmal aufstoßen ließ. Durch den niedrigen Wasserpegel konnten die Schiffe im Main-Donau-Kanal (wo auch geschwommen wird) nicht fahren. Deshalb wurden auch die Schleusen nicht geöffnet, wodurch sonst immer kaltes Wasser zugeführt werden konnte. Ab einer Temperatur von 24,5 Grad (bei den Profis 21,9 Grad) dürfen die Triathleten nicht mit einem Neoprenanzug schwimmen – und die Wassertemperatur betrug am Rennmorgen stolze 25,3 Grad. Auch Steffi und Fabian, die nicht zu den allerbesten Schwimmern zählten, profitieren vom Neoprenanzug durch eine bessere Wasserlage. Also hieß es Augen zu und durch. 

Steffi startete bereits um 7:39 Uhr mit den 22 weiteren Profifrauen. Leider bekam sie am Ende der Schwimmstrecke einen Krampf in der Wade, der auch auf der ganzen Radstrecke nicht mehr wegzudehnen war. Den Rückstand, den sie beim Schwimmen einkassierte, holte sie nach und nach auf der langen, anspruchsvollen Strecke mit 1500 Höhenmetern langsam rein. Mit dem 4. besten Radsplit aller Profi-Frauen (38,1km/h) konnte sie sich lange im Feld der Top 10 Frauen platzieren. Damit war Steffi nur 7min langsamer als Weltmeisterin Laura Philipp auf den 180km. 
Der anschließende Marathon wurde dann durch den immer noch anhaltenden Krampf in der Wade immer mehr zur Herausforderung. Ab Kilometer 30 machte die Wade dann komplett zu und jeder Schritt war eine Qual. Am Ende verlor sie dadurch wertvolle Minuten, was ihr im Schlusssprint noch zum Verhängnis wurde. Um 3s verpasste sie nun als 11. Frau im Gesamtfeld die Top-Ten Platzierung im international starken Profifeld in einer Zeit von 9:12h (Schwimmen: 1:08h, Rad: 4:40h, 38,1kmh, Lauf: 3:19h).

Fabian Rupp, der bereits vor 5 Wochen den Ironman in Hamburg absolvierte, hatte keinen Sahnetag erwischt. Für ihn war es von Anfang an zäh, brachte es aber mit Anstand und Würde nach 9:36:57h als 52. seiner Altersklasse ins Ziel (Schwimmen: 1:17h, Rad: 4:44h, Lauf: 3:30h). 

Am Ende des langen Tages, der geprägt war durch die zahlreichen Eindrücke und der außergewöhnlichen Stimmung auf der ganzen Strecke, ließen die SGN-Triathleten Revue passieren. Sie erinnern sich bestimmt noch lange an dieses unvergessliche Erlebnis - und kommen bestimmt wieder!


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