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Isabel Schweizer und Steffi Wunderle beim 70.3 Ironman in Zell am See

Der Wettergott meinte es gut mit den rund 3000 Triathleten, die vergangenen Sonntag im schönen Zell am See beim 70.3 Ironman an den Start gingen. Kalte Temperaturen und Regen bestimmten die Tage vor dem großen Rennen der Pro-Series von Ironman - das Rennen, an dem die besten Profis der ganzen Welt sich um wertvolle Ranking-Punkte batteln. Mitunter waren auch zwei Triathletinnen aus Wangen – Stephanie Wunderle und Isabel Schweizer. 

Ein Tag vor diesem Hauptrennen fand der IronmanKids-Wettbewerb statt, bei dem sich Kinder von 6 bis 16 Jahre messen und ebenfalls wie die Großen durch den Ironman-Kanal ins Ziel laufen durften. Gabriel Wunderle nahm bei diesem Wettbewerb unter sehr widrigen Bedingungen teil und absolvierte tapfer bei Dauerregen und kalten 19 Grad Wassertemperatur die 50m Schwimm- und 800m lange Laufstrecke. Als Fünfte kam er aus dem Wasser und zeigte beim Laufen seine ganzen Fähigkeiten. Er beendete den Swim and Run als hervorragender Zweite seiner Altersklasse und freute sich riesig über eine tolle Medaille, ein Finisher-Trikot und einen Ironman-Holzpokal.

Am Sonntag war es dann soweit. Um 11 Uhr fiel der Startschuss für die Profi-Männer, zwei Minuten später für die Profi-Frauen bei strahlendem Sonnenschein. Für Steffi, die bei den Elite-Frauen startete, hieß es, beim Schwimmen nicht allzu viel Zeit auf die sehr guten Schwimmerinnen zu verlieren und dann auf ihrer Lieblingsdisziplin – das Radfahren – alles herauszuholen, was geht. Die 1,9km lange Schwimmstrecke im kristallklaren Zeller See absolvierte sie in 30:37min, die wunderschöne, aber sehr anspruchsvolle Radstrecke über 90km und 1300 Höhenmetern fuhr sie in schnellen 2:27h, was einen 36,4er Schnitt bedeutete. Nach einem schnellen Wechsel ging es auf den Halbmarathon, der am Flussufer entlangführte. Mit der Zeit von 1:30h war es etwas langsamer als erhofft. Jedoch zeigte sich Steffi im Ziel nach 4:34h und Platz 16 im Mittelfeld der Stars zufrieden. „Ich habe mich für den schweren Weg im Prof-Haifischbecken entschieden, und da ist es sehr schwer eine Top 10 Platzierung zu erreichen. Jedoch war es der richtige Weg, wenn man vergleicht, dass ich 34min schneller war als die schnellste Frau in meiner Altersklasse und auch die Agegrouper-Wertung aller Frauen hätte ich deutlich gewonnen. Nur durch diese Konkurrenz kann ich mich noch weiter steigern!“, resümierte Wunderle im Ziel. „Als Altersklassen-Athletin kann ich noch sehr lange starten. Aber auf diesem Niveau in diesem Feld zu starten, ist schon was ganz Besonderes und eine große Ehre!“  

Isabel Schweizer, die in der Klasse 18-24-Jährige ein paar Minuten später an den Start ging, überzeugte von Anfang an mit einem guten Schwimmen. Als 8. kam sie aus dem Wasser und überholte direkt in der Wechselzone 4 Konkurrentinnen. Auf dem 13km langen Anstieg (800 HM dort alleine) musste sie ein paar Plätze abgeben, was ihr angesichts dieser Aussicht und der genialen Landschaft nichts aus machte. Nach 2:47h finishte sie die zweite Disziplin. Die 21,1km lange Laufstrecke absolvierte sie mit leichten Rückenbeschwerden in 1:47h und freute sich währenddessen als Profis wie Kat Matthews, Lisa Perterer oder Solveig Lovseth sie überholte. Am Ende überquerte sie glücklich als 20. Frau gesamt von allen Altersklassen-Athletinnen und Zweite der Klasse W18-24 die Ziellinie (Endzeit: 5:11:55h). „Es war kein Rennen in Topform – aber es war ein Rennen voller Freude, Dankbarkeit und Momenten, die ich nie vergessen werde.“


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