10 Triathleten der SG Niederwangen trotzten am Sonntag dem Unwetter in Immenstadt im Allgäu und nahmen beim 42. Suzuki Allgäu KULT Triathlon über unterschiedliche Distanzen teil. Knapp 3000 Athleten - samt Prominente wie Olympiasieger Lasse Lührs und Perspektivkaderathletin Marlene Gomez-Göggel - standen insgesamt auf der Startliste.
Der Wetterbericht sagte starke Windböen und Dauerregen für den einen Tag der Woche voraus. Zum Glück blieb es „nur“ beim Dauerregen. Doch die Organisation rund um das Event war perfekt. Sogar die Leute an den Hotspots am Kalvarienberg und am Kuhsteig machten mächtig Stimmung und ließen sich nicht vom Wetter trüben.
Über die Sprintdistanz über 500m Schwimmen, 29km Radfahren und 5km Laufen nahmen Mario Biggel und Michel Velthuis teil.
Bei Mario war es die fünfte Teilnahme in Folge über diese Distanz. Für ihn lief es dieses Jahr beim Schwimmen so gut wie nie zuvor und er stieg als 18. aus dem Wasser. Die Radstrecke war für ihn trotz der Nässe kein Problem, und er fuhr bis auf Platz 6 vor. Der abschließende Lauf im Regen war für ihn eine willkommene Abwechslung, anstatt der sonst sehr heißen Temperaturen. Er finishte sehr zufrieden bei den Männern als Gesamt 8. ( von 216 Männern) und Platz 2 in der AK45 (Gesamt 1:31:40h).
Michel ging bei dem Rennen unter seinen bevorzugten Wetterbedingungen an den Start. Nach einer ordentlichen Schwimmeinheit enttäuschte er jedoch ausgerechnet in seiner sonst so beliebten Disziplin, dem Radfahren. Dank eines soliden Laufs sicherte er sich dennoch den 22. Platz, der ihm gerade noch den letzten Podiumsplatz in seiner Altersklasse einbrachte (Gesamt 1:38:04h).
Auf der Königsdisziplin, dem „Classic Triathlon“ nahmen fünf Triathleten der SG Niederwangen teil. 148 Frauen und 728 Männer wagten sich auf diese Stecke. Aufgrund einer Straßensperrung wurde die Radstrecke um 8km verlängert. Somit waren 1,9km Schwimmen, 92km Radfahren (1300 Höhenmeter) und 20km Laufen auf dem Programm.
Für Stephanie Wunderle war es der erste Start beim Allgäu Triathlon und ein erneuter Formtest für den letzten anstehenden 70.3 Ironman zwei Wochen später in Zell am See. Sie erwischte keinen Sahnetag und konnte ihre Leistung nicht ganz wie gewohnt abrufen. Als 8. aus dem Wasser kommend, kämpfte sie sich auf dem anspruchsvollen Radkurs bis auf Platz 2 vor. Diesen Platz konnte sie bis zum „Kuhsteig“ bei Laufkilometer 15 behalten, ehe sie von einer Konkurrentin überholt wurde. Leider fehlte etwas der „Biss“, um nochmals anzugreifen und den zweiten Platz zu verteidigen. Am Ende fehlten 1min und 10s auf Rang 2 (ihr Gesamtzeit war 4:47,37h). Dennoch war sie mit dem dritten Gesamtrang hinter der überlegenen Siegerin des Perspektivkaders für Olympia Marlene Gomez-Göggel und der Schweizerin Leana Bissig zufrieden.
Isabel Schweizer wagte sich zum ersten Mal in ihrer Karriere auf die Mitteldistanz. Sie kam als 10. Frau aus dem Wasser und kämpfte sich auf der Radstrecke durch den Regen. Die Stimmung am Kalavarienberg war der Hammer, aber auch sonst war sie von den vielen Zuschauern trotz des Wetters auf der Strecke begeistert. Beim Laufen musste sie (wie des Öfteren) ein paar Plätze verschenken und so finishte sie als 17. Frau und dem zweiten Platz ihrer Altersklasse in einer Zeit von 5:33:11h.
Manuel Enderle konnte sich nach dem DNF bei der Challenge Roth noch einmal beweisen. Für ihn lief es ganz ordentlich. Er finishte als 85. im starken Männerfeld und als 24. der Klasse M30 in einer Zeit von 5:08:37h.
Volker Schotten hatte leider erneut Pech mit seinem Rad. Auf der zweiten Radrunde hatte er plötzlich einen Platten und somit bei Dauerregen eine zwangshafte Pause von über einer Stunde, bis letztendlich freundliche Supporter ihm helfen konnten. Die Motivation war natürlich dementsprechend verschwunden. Und so brachte er den Wettkampf noch locker zu Ende.
Die „SGN-Classic-Staffel“ mit Jürgen Wunderle, Simon Nuber und Sabrina Beck erreichten in der Männerwertung (leider gab es keine Mixed-Wertung) den 4. Gesamtrang der 46 Staffeln.