Auch das stürmische Herbstwetter konnte die rund 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Frankfurt Marathon am vergangenen Sonntag nicht von ihrem Start abhalten.
Bei Temperaturen um 12 Grad sowie teils unwetterartigen Schauern und kräftigem Wind wurde der zweitgrößte Marathon Deutschlands zu einer echten Herausforderung. Für Patrick Nuber von der SG Niederwangen bildete das Rennen den Abschluss seiner erfolgreichen Herbstsaison. Nach seiner Bestzeit von 2:47 Stunden beim Berlin Marathon im Vorjahr hatte er sich vorgenommen, diese Leistung zu verbessern.
Patrick setzte weniger auf starre Zwischenzeiten als vielmehr auf eine harmonierende Gruppe und das Gefühl für die Tagesform. Schon früh fand er Anschluss an eine etwa zehnköpfige Gruppe, die ein Tempo von rund 3:40 Minuten pro Kilometer anschlug und damit auf eine Endzeit von etwa 2:35 Stunden zusteuerte. Entsprechend schnell fiel auch die Halbmarathon-Durchgangszeit aus: Nach 21,1 Kilometern passierte er die Marke in knapp über 1:17 Stunden.
Auf den letzten Kilometern zerfiel die Gruppe zunehmend, und jeder Athlet kämpfte mit den verbleibenden Kräften um eine möglichst gute Platzierung. Patrick gelang es, sein Tempo bis ins Ziel weitgehend zu halten. Nach 42,195 Kilometern lief er hochzufrieden über den roten Teppich in der Frankfurter Festhalle und erreichte das Ziel in starken 2:36:05 Stunden.
Im Elitefeld, das zeitgleich mit den Altersklassenathleten unterwegs war, lief Amanal Petros als schnellster Deutscher nach 2:05:46 Stunden ins Ziel. Schnellste deutsche Frau war Blanka Dörfel, die bei ihrem Marathon-Debüt mit 2:20:46 Stunden überzeugte.