Was für ein Tag! Während in Wangen die Regenfront für Überschwemmungen sorgte, hatte Triathletin Stephanie Wunderle von der SG Niederwangen in Hamburg am 02.06. mehr Glück mit dem Wetter. Dort herrschte perfektes Triathlonwetter - bewölkt bei 18 Grad mit leichtem Wind. Sie startete erstmals im Profifeld der Frauen und setzte ein ordentliches Ausrufezeichen. Auch rund 2500 Altersklassen-Triathleten suchten die Herausforderung für den längsten Tag im Jahr.
Morgens um 6:15 Uhr starteten die 31 Profi-Frauen in der 17 Grad kalten Binnenalster in der Hansestadt Hamburg. Auf dem 3,8 km langen Rundkurs gelang Wunderle ein solides, wenn auch etwas leicht verhaltenes Schwimmen.
Nach 1 h und 2 min kletterte sie mit Krämpfen in den Beinen aus dem Wasser und begab sich in die längste Wechselzone der Welt (800 m). Auf dem Rad angekommen, begann ihre Lieblingsdisziplin. 180 Kilometer über zwei Runden waren zu absolvieren. Dabei waren die Profis mit einem Abstandsmesser, dem sogenannten „RaceRanger“, ausgestattet, um ein faires Rennen zu garantieren.
Damit konnten die Kampfrichter jederzeit sehen, wer die 12 m Draftingzone unterschritt. Die Radstrecke war sehr flach, Richtung Damm aber auch sehr windanfällig. „Die ersten 20 km jeder Runde führten sehr verwinkelt durch die mit Schlaglöchern gespickten Straßen der Innenstadt. Das hat leider weniger Spaß gemacht, da man ständig in Angst war, ob die Reifen halten oder die Radflaschen an der Halterung stecken bleiben.“ Beim Rest der Strecke drückte die Wangenerin ordentlich in die Pedale und finishte die Strecke mit einem 39,3er Schnitt in 4 Stunden und 29 Minuten. Damit lag sie mit der sechstschnellsten Radzeit nach dem Radfahren auf Rang 10 im Gesamtfeld der Profifrauen.
Anschließend folgte der 42,2 km lange Marathon, der in 4 Runden aufgeteilt war. Klar war, dass Steffi durch ihre 5-wöchige Verletzung kurz vor dem Ironman nicht in einer top Laufform war. Bis zum Halbmarathon gelang ihr noch ein gutes Rennen (1:30 h Halbmarathon), ehe die zweite Hälfte dann eher ein zügiges Joggen war anstatt zu racen. Zufrieden finishte Steffi als 14.
Frau in einer Zeit von 8:57 Stunden. Damit schafft sie die sensationelle Zeit von Sub9 im Ironman. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Nizza dieses Jahr hat sie damit knapp verpasst, dennoch war dies ein tolles Rennen mit vielen neuen Erfahrungen und der Gewissheit, dass beim ersten Ironman und ersten Marathon schon viel sehr gut geklappt hat. Die Agegrouper Overall-Wertung der Frauen hätte sie mit 26 min Vorsprung deutlich gewonnen.