Mehr als 6.000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt gingen bei der diesjährigen IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza an den Start. Das Rennen wurde an zwei Tagen ausgetragen: Am Samstag gehörte die Strecke den Frauen, am Sonntag waren die Männer an der Reihe. Während die Profifrauen bereits um 7:00 Uhr starteten, folgten die Altersklassen in mehreren Startgruppen.
Für Isabel Schweizer und ihre Altersklasse 25–29 fiel der Startschuss um 8:50 Uhr. Es warteten 1,9 Kilometer Schwimmen im Mittelmeer, 93 anspruchsvolle Radkilometer durch das Hinterland von Nizza und zum Abschluss ein Halbmarathon über 21,1 Kilometer entlang der Promenade des Anglais.
Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung stand Schweizer damit erstmals bei einer Weltmeisterschaft an der Startlinie. Rückenprobleme hatten ihr in den vergangenen Monaten immer wieder zu schaffen gemacht und machten den Wettkampf zu einer besonderen Herausforderung.
Über 1,9 Kilometer Schwimmen im Mittelmeer erwischte Schweizer einen starken Auftakt und kam nach 31:53 Minuten aus dem Wasser. Von dort ging es auf die 93 Kilometer lange Radstrecke mit rund 1.200 Höhenmetern. Besonders der Col de Vence forderte mit knapp zehn Kilometern Anstieg und durchschnittlich 6,5 Prozent Steigung. Gleichzeitig belohnte die Strecke immer wieder mit beeindruckenden Ausblicken auf die Côte d’Azur und das Mittelmeer. Auch wenn sich die Rückenbeschwerden bemerkbar machten, meisterte Schweizer den anspruchsvollen Radkurs in 3:13:51 Stunden.
Auf der Laufstrecke entlang der Promenade des Anglais herrschte eine besondere Atmosphäre. Zahlreiche Zuschauer säumten die Strecke und feuerten die Athletinnen an. Getragen von dieser Stimmung absolvierte Schweizer den Halbmarathon in 1:40:20 Stunden und belegte somit Platz 71 von 327 Athletinnen ihrer Altersklasse und Rang 254 von 2.688 Frauen insgesamt. Damit gehörte sie zu den besten zehn Prozent des Frauenfeldes.
Für Schweizer war die Platzierung jedoch nicht das Wichtigste. „Am Ende ist es nur eine Zahl“, sagt sie. Viel wertvoller seien für sie die Unterstützung ihrer Familie im vergangenen Jahr und die gemeinsame Reise zur Weltmeisterschaft gewesen.